Neunkirchens Dominik Riegler sah die ersten 45 Minuten des Derbys von der Ersatzbank aus, die zweiten dann gar nicht mehr. Aus gutem Grund.
Der Winterneuzugang erlebte wohl einen Tag, den er so schnell nicht vergessen wird. Es sollte nämlich ein emotionaler Freitagabend werden. Den ganzen Tag war Riegler schon gesundheitlich etwas angeschlagen, weshalb er auch im Derby gegen Ternitz nicht in der Startelf stand. Für die Bank sollte es aber reichen.

Auf dieser nahm er dann auch Platz und sah, wie seine Mannschaft bereits früh in Führung ging, obwohl in Halbzeit eins keine weiteren Tore mehr fielen, blieb das 1:0 durch Etlinger nicht das einzige Highlight – jedenfalls nicht für Dominik Riegler. Denn kurz nach dem Pausenpfiff kam die Nachricht. Seine Freundin ist auf dem Weg ins Krankenhaus, die Geburt des zweiten Kindes steht an.

Riegler: „Unterziehhose hatte ich noch an“

„Ich habe mich dann nur schnell umgezogen und bin dann gleich auf dem Weg ins Spital“, beschreibt Riegler die turbulenten Minuten. „Die Unterziehhose hatte ich noch an.“ Im Krankenhaus verbrachte er dann auch die Nacht und wurde früh morgens das zweite Mal Papa. „Alle sind wohlauf und wir freuen uns natürlich riesig“, gibt Riegler Auskunft.

Fußball rückt damit immer mehr in den Hintergrund. Aber: „Ich werde schon noch weiterspielen. Mit der Unterstützung durch unsere Eltern, lässt sich das noch vereinbaren. Natürlich aber nicht mehr mit der Intensität wie bisher“, hat Familie für Riegler oberste Priorität. Der Neunkirchen-Akteur hatte am Ende sogar noch doppelten Grund zur Freude, denn seine Mannschaft konnte sich auch im Derby mit 2:1 durchsetzen.

(Beitrag erstellt: NÖN, Mein Fußball, 19.5., Johannes Panzenböck)